Bisherige Aktivitäten
Gemeinsam mit This Human World und dem Netzwerk Arts Rights Justice Austria lädt die Österreichische UNESCO-Kommission am 7. April ins Top Kino (Wien) zu einer Diskussion und einem Screening von „A Night of Knowing Nothing“ (Payal Kapadia, 2019). Im Fokus stehen die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine sowie in Indien. Mit Sarita Jenamani (Pen Austria), Dariia Kuzmych (artist), moderiert durch Cristina Peregrina. Payal Kapadias Film „A Night of Knowing Nothing“ (Indien/Frankreich 2021) zeigt es deutlich: Künstlerische Freiheit setzt voraus, dass Räume für Kunst und Kultur offen, demokratisch und antidiskriminierend sind. Die Unterdrückung von Künstler*innen und in der Kultur Tätigen kann sich…Weiterlesen
Vor 15 Jahren schon haben Maryna, Pavel und Denis die engen Toleranzgrenzen des autoritären Regimes nicht länger hingenommen: Sie verließen das Staatstheater Minsk, um für das neu gegründete Belarus Free Theatre zu spielen. Zivilcourage als Gebot der Moral. Die Proben laufen heimlich, der Regisseur wird per Skype aus dem Exil zugeschaltet, die Mittel sind knapp, die Themen brisant. Das aktuelle Stück handelt (wie das Leben zwischen Alltag und Untergrund) von verschwundenen Oppositionspolitiker*innen und dem Verlust jeglicher Existenzgrundlage. Von Wahrheit. Wer sie ausspricht, nimmt Repressionen und sogar den Tod in Kauf. Seit den Präsidentschaftswahlen im August 2020 sind es Hunderttausende, die…Weiterlesen
Eine Delegation der Zapatistas bereist derzeit Europa. Die Zapatistas sind eine sozialrevolutionäre Bewegung im Süden Mexikos, die hauptsächlich aus Mayas besteht, also ursprünglichen Bewohner*innen des Kontinents, den wir „Amerika“ nennen, der aber – nach ihrem Wunsch- besser „Abya Yala“ genannt werden sollte. Die Zapatistas begreifen sich als Erb*innen dieses 500jährigen Widerstandes. Sie kämpfen gegen die „schlechte Regierung“ genauso wie gegen lokale Großgrundbesitzer und ihre Paramilitärs und haben in den letzten 27 Jahren eine beeindruckende lokale Selbstverwaltung mit eigenem Schulsystem, eigenem Gesundheitssystem und eigener Rechtssprechung auf die Beine gestellt. Die Zapatistas bereisen Europa um uns zu zuhören. Um von uns zuhören,…Weiterlesen
Eine virtuelle Workshopreihe der Österreichischen UNESCO-Kommission in Linz, Innsbruck und Klagenfurt widmete sich der künstlerischen Freiheit und ihren Einschränkungen. Gemeinsam mit Kunst-, Kulturschaffenden und Interessierten wurde ein Raum des Austausches und der Diskussion gestaltet, um Strategien zur Stärkung künstlerischer Freiheit zu erarbeiten. Die Diskussionen drehten sich um zentrale Fragen: Welchen Formen der Einschränkungen von künstlerischer Freiheit begegnen wir aktuell in Österreich? Wie können wir diese sichtbar machen und solidarisch untereinander sein? Welche gemeinsamen Gegenmaßnahmen mit starker Wirkkraft können wir setzen? Mehr Informationen unter: www.unesco.at
Das Netzwerk Arts Rights Justice Austria (ARJ Austria) erarbeitet seit Anfang des Jahres ein Monitoring-Instrument, das die systematische Dokumentation von Einschränkungen künstlerischer Freiheit in Österreich ermöglichen soll. Bei einem partizipativen Workshop am 6. Dezember kamen Expert*innen aus dem Sektor zusammen, um dieses durch Expertise und Erfahrung anzureichern sowie feinzuschleifen, um einen längerfristigen Prozess in Gang zu setzen. Mehr Infos
Ein Workshop unter Leitung von Anna Schreilechner (ZARA) gibt ARJ-Mitgliedern Einblicke in aktuelle Monitoring-Systeme und widmet sich der Frage, „Wieso Monitoring?“
Our dances can destroy the boundaries which are pushed to us for many years. Our performance halls will break their walls and all would be one. Our audiences will sit next to each other. Shahrzad Nazarpour An diesem Abend geben vier Künstlerinnen in vier verschieden Ländern zeitgleich einen Einblick in ihre digitale, grenzübergreifende work-in-progress Tanzproduktion „Entgrenzungen“. Verbunden durch Live-Online-Videostreams tanzen die vier Frauen, die sich an diesem Abend tatsächlich im Iran, in Südkorea, Polen sowie in Österreich befinden, miteinander. Die künstlerische Auseinandersetzung handelt von den Grenzen, die sie voneinander trennen, von Immigrationsbehörden und von der Unmöglichkeit, zur selben Zeit am…Weiterlesen
In ihrem Buch „Wenn dein Land nicht mehr dein Land ist oder Sieben Schritte in die Diktatur” fokussiert Journalistin und Schriftstellerin Ece Temelkuran auf die Frage, wie rechtspopulistische Wellen und autoritäre Regime entstehen. Ausgehend aus dem türkischen Experiment hinterfragt sie, ob die weltweit hochkommende rechtspopulistische Welle überhaupt zum Zeitgeist mutiert, und denkt über die möglichen Auswege nach. Dieses Buch von Temelkuran ist ein Notschrei an die Demokratie. Ece Temelkuran, geboren 1973 in Izmir (Türkei), ist Juristin, Schriftstellerin und Journalistin. Aufgrund ihrer oppositionellen Haltung und Kritik an der Regierungspartei verlor sie ihre Stelle bei einer der großen türkischen Tageszeitungen. Ihr Roman…Weiterlesen
City of Ghosts (Regie: Matthew Heineman | Doku USA 2017 | 93min) „Raqqa is Being Slaughtered Silently“ nennt sich eine Gruppe syrischer Bürgerjournalisten, die Menschenrechtsverletzungen durch den IS in ihrem Heimatland aufzudecken versucht und unter ständiger Beobachtung arbeitet. Die meisten Bilder, die man von Exekutionen und anderen Gräueltaten kennt, stammen von ihnen. Einige sind geflohen, aber auch im Exil sind sie nicht sicher. Der Film ist das bewegende Dokument eines Kampfes, der teils unerträgliche Preise fordert. Anschließende Diskussion mit Hussam Eesa (Raqqa is Being Slaughtered Silently), Rubina Möhring (Journalisten ohne Grenzen), Michael Reimon (EU-Parlament), Moderation: Jelena Gučanin
Filmscreening im Rahmen des Menschenrechtsfilmfestivals this human world am 1. und 2. Dezember 2018, Brunnenpassage. Öffentliche Präsentation der Plattform Arts Rights Justice Austria. Silvana (Regie: Mika Gustafson, Olivia Kastebring, Chistina Tsiobanelis | Doku SWE 2017 | 95min) Der Film begleitet die schwedische Rapperin Silvana Imam drei Jahre lang in ihrem Leben, beginnend beim Anfang ihrer Karriere. Wir sehen das filmische Portrait einer ambitionierten Frau, die viel zu sagen hat – provokativ und laut. Ihr Erfolg etabliert sie schnell zu einer künstlerischen Ikone, die lernt, zwischen öffentlichem und privatem Leben zu vermitteln. Gemeinsam mit Silvana erkennen wir, dass Authentizität dabei die Schlüsselkomponente…Weiterlesen
„Der Zeit ihre Kunst und der Kunst ihre Freiheit“, so steht es in goldenen Lettern am Gebäude der Wiener Secession und wird es in politischen Reden immer wieder beschworen. Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit sind wichtige Grundpfeiler der Demokratie und scheinen in Österreich selbstverständlich. Soeben wurde jedoch Österreichs Zivilgesellschaftsrating von „offen“ auf „eingeschränkt“ herabgestuft. Grund hier: die Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte. Kritischer Kunst, aber auch der Presse wird merkbar aggressiver begegnet. Die November-Ausgabe des Bewegungsmelder Kultur, der Radiosendung der IG Kultur Österreich, geht den aktuellen und historischen Entwicklungen nach. Die Radiosendung zum Nachhören: https://igkultur.at/grundrechte-kunstfreiheit-pressefreiheit-meinungsfreiheit
Im Iran herrschen Gewalt und Zensur, in Österreich wird auf Freiheit und Demokratie gehofft. Genau dazwischen spielt sich die Biografie des Schauspielers Alireza Daryanavard ab: „Ein Staatenloser“ zeigt, wie Zensur einen Künstler zur Flucht zwingt. Text, Installationen, Musik und ein Videotagebuch der Flucht von Alireza Daryanavard (Schauspieler und Regisseur, studierte im Iran, lebt seit 2014 in Österreich). @Säulenhalle des Weltmuseum Wien Im Anschluss des Stückes fand eine Podiumsdiskussion zu Theater & Flucht statt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit WERK X-Petersplatz, UNHCR, Weltmuseum Wien und Brunnenpassage. © Process – Studio for Art and Design
Film made by: Chris Haderer, Robert Pöcksteiner & Alfred Woschitz, 52min Im Oktober 2017 war die Zeitzeugin Elsie Slonim im Rahmen bereits mit einer Lesung ihres Buches „Vom Brot im Meer“ in der Brunnenpassage zu Gast. Der Film erzählt nun von dieser beeindruckenden Zeitzeugin, die 2017 ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Mit der Kamera auf Spurensuche zwischen Kaiser Franz Josef, dem Holocaust und der Sperrzone auf Zypern. Ein Film über 100 Jahre österreichische, europäische und globale Zeitgeschichte, @Brunnenpassage.
Lillian Fellmann, Chair der Arts Rights Justice EU working group, hat im Frühjahr 2017 erstmalig einen Einblick in die Arbeit auf internationaler Ebene gegeben. Im diesjährigen Workshop in der Brunnenpassage berichtete Fellmann über den aktuellen Fokus der Arbeitsgruppe und über die Safe Havens Konferenz, die im Dezember 2017 in Malmö stattfand. Der Workshop diente als Fortbildung und aktuelle Standortbestimmung für Interessierte in Österreich und als konkreter Impuls für die Entwicklung eines nationalen Monitorings bei Verletzungen künstlerischer Freiheit. Im Anschluss fand ein weiteres offenes Vernetzungstreffen für Interessierte und Betroffene statt.
Zohir Abu Saad wurde 1987 in Syrien geboren und wuchs in einer Familie auf, in der Bildung und Wissenschaft einen sehr hohen Stellenwert hatten. Er studierte an der Literarischen Fakultät der Universität Damaskus, welche er mit Auszeichnung abschloss. Er wurde aufgrund seiner schriftstellerischen Tätigkeit, im Zuge derer er die Missstände in Syrien anprangerte, zweimal für die Dauer von insgesamt einem Jahr und acht Monaten inhaftiert. Er lebt nach seiner Flucht seit eineinhalb Jahren in Wien, begann wieder zu schreiben und publizierte 2017 elf Romane, in denen er die harte Realität in der arabischen Welt und insbesondere in Syrien behandelt. An…Weiterlesen
Im Rahmen von This Human World – International Human Rights Film Festival 2017 @Brunnenpassage, The Congo Tribunal (Milo Rau, Doku CH I DE 2017, 100min, OmeU), Der Schweizer Filmemacher Milo Rau inszeniert ein Tribunal im Ostkongo. Angeklagt werden die UNO, ein Minenkonglomerat und lokale Regierungsvertreter. Der Prozess vor laufender Kamera macht die Problematik der Straffreiheit von Verbrechen im Kongokonflikt greifbar. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt.
Im Rahmen von This Human World – International Human Rights Film Festival 2017 When God Sleeps (Till Schauder, Doku US / DE 2017, 88min, OmeU) @Brunnenpassage Seit Jahren lebt der iranische Musiker und Aktivist Shahin Najafi in Deutschland im Exil, doch seine kritischen Texte haben nicht nur ein Leben in seiner Heimat unmöglich gemacht, es wurde gar eine Fatwa gegen ihn ausgesprochen. Der Dokumentarfilm zeigt, was ein Leben unter ständiger Bedrohung bedeutet. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Shahin Najafi und Natalie Assmann statt.
Das Treffen im P.E.N.-Club Austria stellte ein Follow-Up zu den Terminen am 27. Juni und 4. April dar und diente dem weiteren Austausch sowie dem gemeinsamen Brainstorming von am Thema interessierten AkteurInnen in Österreich über mögliche Aktivitäten.
Zu Gast war Elsie Slonim mit Ihrem Buch „Vom Brot im Meer“. Es sind viele wahre Geschichten, die Elsie Slonim aufgezeichnet hat. Als Zeitzeugin hat sie die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs miterlebt und den Zweiten Weltkrieg selbst erfahren; den Nationalsozialismus, die türkische Invasion auf Zypern und mehr als eine Wirtschaftskrise überstanden. Seit dem Tod ihres Mannes David lebt Elsie Slonim als einzige Zivilperson alleine in einem türkischen Militärsperrgebiet am Rand der geteilten Stadt Nikosia; ohne Garantien und Sicherheiten, durch einen Zaun von der EU getrennt. Buchpräsentation mit Filmvorführung, Lesung & Musik @ Brunnenpassage
Das Treffen stellte ein Follow-Up zu dem Workshop „Arts, Rights & Justice“ mit Lillian Fellmann am 4. April 2017 dar und diente der Standortbestimmung und dem weiteren Austausch zwischen AkteurInnen in Österreich. Neben der Vorstellung verschiedener, existierender Aktivitäten in Österreich standen mögliche Kooperationen und gemeinsame Projekte der AkteurInnen im Mittelpunkt. (c) ÖUK








